Mittwoch, 6. Juli 2016

{Wenn du die Welt verändern möchtest, liebe eine Frau...}

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau – liebe sie wahrhaftig!


Finde die Eine, welche deine Seele berührt, die welche keinen Sinn macht. Wirf deine Checkliste weg, lege dein Ohr auf ihr Herz und lausche. Höre die Namen, die Gebete, die Lieder eines jeden Lebewesens – jedes geflügelten, jedes pelzigen, jedes schuppigen,jedes unter der Erde und jedes unter Wasser, jedes grüne und blühende, jedes noch nicht geborene und jedes sterbende… Höre ihre melancholischen Lobgesänge, bis zurück zu der Einen welche ihnen Leben gab. Wenn du deinen eigenen Namen noch nicht gehört hast, hast du nicht lange genug gelauscht. Wenn deine Augen nicht mit Tränen gefüllt sind, wenn du dich ihr nicht zu Füssen wirfst, dann hast Du nie darum getrauert, sie fast verloren zu haben.


Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau, eine einzige Frau


Jenseits deiner selbst, jenseits von Begehren und Vernunft, jenseits deiner männlichen Vorlieben für Jugend, Schönheit und Abwechslung und all deiner oberflächlichen Konzepte von Freiheit. Wir haben uns selbst so viele Wahlmöglichkeiten gegeben, wir haben vergessen, dass wahrhaftige Befreiung daher kommt, mitten im Seelenfeuer zu stehen und unsere Widerstände gegen die Liebe durchzubrennen. Es gibt nur eine Göttin. Schaue in Ihre Augen und siehe – sieh wirklich, ob sie diejenige ist, welche die Axt an Deinen Hals führt. Wenn nicht, geh weg. Genau jetzt. Verschwende keine Zeit mit „Probieren“. Wisse, dass deine Entscheidung nichts mit ihr zu tun hat weil es nicht darum geht, mit wem, sondern wann du wählst, dich hinzugeben.


Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau.


Liebe sie für das Leben – jenseits deiner Angst vor dem Tod jenseits deiner Angst, manipuliert zu werden von der Mutter in deinem Kopf. Sag ihr nicht, du wärest bereit, für sie zu sterben. Sag ihr, du bist bereit, mit ihr zu LEBEN, Bäume mit ihr zu pflanzen und diese wachsen zu sehen. Sei ihr Held, indem du ihr sagst, wie wunderschön sie ist in ihrer verletzlichen Erhabenheit, indem du ihr jeden Tag hilfst, sich daran zu erinnern, dass SIE eine Göttin IST durch deine Bewunderung und Hingabe.

Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau


Mit all ihren Gesichtern, durch all ihre Jahreszeiten und sie wird Dich heilen von deiner Schizophrenie, deinem gespaltenen Geist und deiner Halbherzigkeit, welche deine Seele und deinen Körper voneinander trennen – welche Dich in der Einsamkeit halten und in der ständigen Suche ausserhalb deines Selbst, nach etwas, das Dein Leben lebenswert macht. 

Es wird immer eine andere Frau geben. Bald wird die neue Strahlende die alte Langweilige werden und du wirst wieder rastlos werden, mit Frauen handeln wie mit Autos, die Göttin eintauschen gegen das neuste Objekt deiner Begierde. Der Mann braucht nicht noch mehr Wahlmöglichkeiten. 

Was der Mann braucht ist die Frau, ist der Weg des Weiblichen, der Geduld und des Mitgefühls, nicht-suchend, nicht-tuend, des Atmens an dem einen Ort,des tiefen Versenkens von sich ineinander verschlingenden Wurzeln, stark genug, die Erde zusammenzuhalten, während sie den Zement und den Stahl von der Haut abschüttelt.


Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau, nur eine einzige Frau.


Liebe und beschütze sie, als wäre sie das letzte heilige Gefäss. Liebe sie durch ihre Angst vor dem Verlassenwerden, welche sie für die gesamte Menschheit in sich getragen hat. Nein, es ist nicht nur ihre Wunde, die geheilt werden will. Nein, sie ist nicht schwach in ihrer Co-Abhängigkeit.


Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau


den ganzen Weg hindurch bis sie dir glaubt, bis ihre Instinkte, ihre Visionen, ihre Stimme, ihre Kunst, ihre Leidenschaft, ihre Wildheit zu ihr zurückgekehrt sind – bis sie eine Kraft der Liebe ist, machtvoller als all die politischen Medien-Dämonen, die danach trachten, sie zu entwerten und zu zerstören.

Wenn du die Welt verändern willst, lege deine Streitigkeiten, deine Gewehre und Protestzeichen nieder. Lege deinen inneren Krieg nieder, deinen berechtigten Ärger und liebe eine Frau… jenseits all deines Strebens nach Grösse, jenseits deiner hartnäckigen Suche nach Erleuchtung.

Der Heilige Gral steht vor dir wenn du sie nur in deine Arme nehmen und die Suche loslassen würdest nach etwas jenseits dieser Intimität.

Was wäre, wenn Frieden ein Traum ist, der nur erinnert werden kann durch das Herz einer Frau?

Was wäre, wenn die Liebe eines Mannes für eine Frau, der Weg des Weiblichen, der Schlüssel ist um IHR Herz zu öffnen?


Wenn du die Welt verändern willst… liebe eine Frau


bis in die Tiefen deines Schattens, bis zu den höchsten Weiten deines Seins, zurück zu dem Garten, wo du sie das erste Mal getroffen hast, zu dem Tor des Regenbogenreiches durch das ihr zusammen hindurch geht als Licht, als Einheit, zu dem Punkt an dem es keine Umkehr gibt, zum Ende und dem Beginn einer neuen Erde.

 Lisa Citore (2008), http://lisacitore.com/poetry/if-you-want-to-change-the-world-love-a-woman-2008/
übersetzt von: Patricia Hilali (2014)
Verlinkt zu Mittwochs mag ich. Heute genau DAS! 

Dienstag, 5. Juli 2016

{monatscollage juni 2016}

Mein Monat Juni! 




Da ich es endlich geschafft habe, fast 3000 Bilder vom Handy auf die Festplatte zu sichern, mein Handyding mittlerweile bessere Bilder macht als die alte Spiegelreflexkamera, gibt's heute nur Sprüche. Denn diese Collage ist jetzt einfach mal fertig. 


Und passend zum Monat. Denn dieser war ziemlich durchwachsen. 


Im Mai hatte ich so ein Zeckenvieh in meiner Kniekehle. Rausgezupft und gut war für mich. Nicht. 
Dieses Miniding hat mir eine Borreliose verpasst, an der ich auch nach 3 Wochen Antibiose richtig doll zu knabbern habe und die mich ein wenig das Fürchten lehrt. 

Das alle Damen des Hauses, einschließlich meiner, noch eine fiese Sommererkältung haben, macht die Sache nicht besser. 


Ich hänge durch, die großen Kinder wollen endlich Ferien, der Mann ist urlaubsreif und die kleinen Mädchen powern schon mal vor, wenn es ab September heißt: KINDERGARTEN! Darauf freuen sie sich richtig doll. Der Vertrag wurde im Juni unter Dach und Fach gebracht. Wie schön, denn es ist unser absoluter Wunschkindergarten.  


Aber zwischen Wunschkindergarten und Schulendspurt liegen noch 6 Wochen Sommerferien, die wir gegen Ende mit der zweiten Hälfte unserer Patchworkfamilie verbringen werden. 

Ein Treffen im Juni hat aus aus akuten Zeckengründen leider nicht geklappt. Das ist nicht schön, wir mögen uns sehr- aber böse deswegen aufeinander sein? Eingeschnappt wegen der Absage? Nein. Es muss tatsächlich Liebe sein... =)

Was gab es noch? Den Brexit , der eigentlich wie ein EUxit anmutet und ziemlich verstörende, menschliche Seltsamkeiten zum Vorschein bringt. 

Und Island! Wir sind ja hier nicht die Fußballgucker, fast schon Fußballverweigerer... Aber so so ein bisschen HUH! können wir doch alle gebrauchen, oder? Ich würde es mir für unser Land wünschen... 



Habts fein! 



Verlinkt zu: Birgitt/Erfreulichkeiten

{maigrün}



Erst war der Kleiderschrank dunkelbraun und stand im Bad. 

Dann wurde er elfenbein und stand im Flur. 

Dann zog er so für drei Jahre ins Kinderzimmer. 




Und nun endlich ist er maigrün. Einen maigrünen Schrank wollte ich schon immer. Nicht unbedingt mit Cupcake-Vorhängen. 

Aber das ist der Kompromiss, wenn vierjährige Mädchen maigrün doof finden, lieber einen pinkfarbenen Schrank hätten (hat sie schon)- aber diese Kuchen ziemlich niedlich. 

Ich frage mich nun aber, ob ich die Kuchen an diesem Schrank niedlich finde... 



 

Mittwoch, 29. Juni 2016

{vormittags bei uns}


Gegen 10.oo Uhr: die spielen hier grade "Babybett" im Deckenkorb. 


Das heißt, sich obergemütlich von der Schwester einkuscheln lassen, eine Minute so tun, als ob man heult, sich trösten lassen- und dann wird getauscht. 


Im Vordergrund die noch immer ungezeigte Patchworkdecke.





Ca 1o.3o Uhr: Wenn die Decken im Raum verteilt sind und alle Babys getröstet wurden, wird gepuzzlet. 

So sieht sie dann aus, die neuentdeckte Puzzleliebe.

Nach andferhalb Puzzeln: 

Mamaaa, wir geh'n jetzt raaahaus...! 

Nix da, erst wird aufgeräumt!  

Wir KÖNNEN das nicht... !!!




{falling stars}




Es gibt mittlerweile wirklich den  einen (!) Schnitt, den ich für mich unheimlich gerne nähe. 

Dieser Mamacita Schnitt von Bienvenido Colorido hat es mir mittlerweile so richtig angetan, auch wenn es jetzt doch gerne mit einer Nummer kleiner versuchen möchte, wenn ich mir die Fotos so anschaue. Damit die Gemütlichkeit nicht in Sackartigkeit umschlägt. 



Der Stoff ist bedruckter French Terry.  

Zugeschnitten hatte ich hier noch die Größe 42, mit extralangen Armbündchen und Kapuze. 

Wenn man nicht so wahnsinnig gerne "echte" Hoodies trägt, ist das hier doch eine nette Alternative, wenn man die Kapuze als schmückendes Beiwerk trägt. 




Der Fotograf war dieses Mal der Sohn. So richtig animieren konnten wir uns gegenseitig wohl nicht. 

 p


Donnerstag, 23. Juni 2016

{romper}

Das war quasi das Abschieds-Winke-Winke. 




Eingeschlafen war sie gleich danach, nach einem Tag voller sandiger Hosenböden, diversen Kreischanfällen, Mückenstichen, Bobbycarrennen, Puzzleteileverspeisen, Nachbar-Besuchen, gefrorene-Erbsen-Mahlzeiten... 


Eigentlich geht es um den Anzug. Den Romper. Den habe ich schon vor zwei Jahren genäht und wirklich noch nie gezeigt - ein Nähwerk ohne Schnittmuster. Geht auch und passt immer noch super. 




Ich nahm die kleine Königin, stellte sie vor mir auf den Tisch und habe sie vermessen: Beinlänge, Armlänge, Rumpflänge... 

eine Hose mit engem Bein und tiefem Schritt gezeichnet, mir einen Raglanshirt-Schnitt geschnappt und mich für die Größe 140 entschieden, die Armlänge angepasst, das ganze mit der Hose zusammen geschoben und mit der Rumpflänge abgeglichen, mir überlegt, wie lang der Ausschnitt sein muss, damit das Kind rein und wieder raus kommt, den Ausschnittlänge final festgelegt, die vordere Mitte des Anzuges aufgeschnitten, zwei Belege etwas länger als den Ausschnitt zugeschnitten und versäubert, sie an den Ausschnitt gesteppt, und gehofft dass sie genau überlappen, das ganze festgenäht und versucht auch noch schick festzunähen,abgesteppt, einen ordentlichen Halsbund angenäht und abgesteppt, Arm-und Beinbündchen angenäht. Drucker angepappt. Fertig. Ganz einfach. 

Nicht. Ich habe keine Ahnung mehr, wie ich das vor zwei Jahren nun wirklich gemacht habe. 
Ich arbeite drauf los, freue mich, wenn es so passt, wie ich es wollte- und vergesse Aufzeichnungen zu machen. 

Und nun gibt es jede Menge Spieler-Jumpsuit-Romper-Schnitte einfach so zu kaufen... wie ich sie damals gesucht hatte. 

Meine Mädels stört das alles nicht. Ihrer ist warm und kuschelig und geliebt. 
Aus einem Meter Sweat genäht, den ich einfach mit seltsamen Motiv als Probestoff hergenommen hatte und der warm genug ist, auch die Decke mal nachts wegzulassen. 
Wenn ich mich recht erinnere, hat der Romper ungefähr die Größe 86(92) und passt noch ganz bequem, auch wenn der tiefe Schritt nicht mehr ganz so tief sitzt. 

Und was saß er am Anfang locker... Er lag auch noch eine ganze Weile im Schrank, weil die Minikönigin einfach mini bleiben wollte ;) 


Habt Dank fürs Lesen! 

Verlinkt zu: Linkyourstuff, Meitlisache, Kiddikram 

Mittwoch, 22. Juni 2016

{ein wilder haufen leben}

Mittwochs  mag ich... meine wunderbaren kleinen Menschen.

Ich bin ja oft am Tage der Meinung, dass ich hier renitente kleine Monster habe, die ihre Mama so sehr lieben, dass sie wirklich JEDE Grenze einfach ausprobieren müssen- und können. 

Selbst der Geräuscheindex bescheisst dich: ist es zu laut musst du schauen, wer wem wieder die Haare rausreisst. Ist es zu leise, musst du schauen, ob das Wasser schon über die Stufe im Bad läuft. Oder ob der Toaster brennt. Die volle Wasserflasche ausgekippt ist beim selber eingießen. Oder der Hund verbotenerweise durch die offen gelassene Hintertür entschwunden ist und die Nachbarn erschreckt. 




Sie ziehen sich an, wie sie wollen. Mindestens dreimal am Tag komplett neu unter Begutachtung des gesamten Kleiderschrankes. 
Sie hüpfen auf dem Sofa, reiten auf der Lehne, machen wilde Rollen über die Sofalandschaft. 
Sie laufen halbnackig über den Hof gleich nach der Badewanne mit dem dem nassen Badetuch lässig um die schmalen Hüften geschlungen. 
Sie gehen die Nachbarn besuchen und animieren Opa Horst wilde Sportübungen auf der Teppichstange zu machen und essen Frau Hobes Erdbeeren auf. 
Sie holen den Bruder vom Bus ab. Die eine barfuss, die andere mit Gummistiefeln und mit einem Großaufgebot von Puppenwagen und Minifahrrädern. 
Sie futtern am liebsten gefrorene Erbsen direkt aus der Packung. Sie bauen Höhlen aus Stühlen und Decken zeitgleich im Kinderzimmer, Flur und Wohnzimmer. 
Sie setzen beim sauber machen der Waschbecken nach dem Zähneputzen das Bad unter Wasser, weil sie die Abflüsse verstopfen. Ich weiß nicht mit was. 
Sie bauen sich Kissenburgen und schlafen bei Tom & Jerry darin ein. 




Du sagst NEIN und sie fragen mit großen, kugelrunden Augen WARUM? Du schimpfst mit ihnen und sie sagen JAAAA, MAMAAAA! ... und machen weiter. Du guckst böse und bekommst dafür KISSES. 

Du fragst, machst du fleissig Hausaufgaben? Und weißt ganz genau, dass das Kerlchen das eben nicht tut. 
Du zwingst ihn für Arbeiten zu üben und freust dich für ihn, wenn die Note super ist. Du fragst: Wie fühlst du dich, wenn du merkst, dass sich das Üben lohnt? Und bekommst darauf zu Antwort: Irgendwie streberhaft. 

Am Ende des Tages, wenn alle zur Ruhe kommen und nur noch das Trinken verteilt werden muss, schauen der Mann und ich uns an und fragen UNS mit Blick auf die lieben Kleinen: 

WOW, wie haben wir denn DAS zusammengebastelt? Na, mit Liebe!